der Name Labinsky , Burblies und mögliche Ableitungen
siehe dazu auch die web-seite "Grieben" und diverse Urkunden in
denen -ski und -sky gemischt wurde.
der Raum, den die Karte des polnisch-litauischen Großreiches zeigt,
war womöglich "unser" Zuhause.
Möglich allerdings auch ein Zuzug aus "Russland" / Gebiet der
Ruthenen ?. siehe dazu auf der Familienseite.
Bei Personen Hinweis auf den Charakter, ansonsten auf heidnische
Heiligtümer oder Bodenbeschaffenheit.
* prußisch "labban, labs" = gut
* "labingis" = gütig
* litauisch "labguvyna" = Heilstein (cuprum aluminatum sive lapis
divinus)
Namenvarianten:
* Labehn, Labein, Labinski, Lebenski, Labensch, Labenska,
Labuhn
* Laabs, Laband, Labatius, Labbies, Labun, Labuhn, Labunne
* Lablack, Labion, Labian, Labesius, Labinsch, Laptau
* Labenski, Labinski, Labecki, Labitzke, Labewski
Ortsnamen:
* Labes (Lobez) damals Pommern heute Polen * Labegow (1249),
Labiau, Natangen
* Labota (1255), Lowbuthe (1258 ), Labetaw (1404), Laptau Kreis Königsberg
* Labalaucs (1285), Lablacken-Gutenfeld Kreis Labiau
* Labiten (1354), Lobitten Kreis Königsberg
* Labewange (1419), Gebiet Balga
* Labayn (1426), Labehnen Kreis Preußisch-Eylau
* Labune, Laabe Kreis Stuhm
* Labune (1447), Wiese im Samland
* Labun, heiliger Wald südlich von Königsberg
Gewässer.
* Labelles-See (1318 ) bei Seeburg.
.. das y am Ende läßt vermuten, daß der gesprochene Name von einem deutschen Beamten aufgeschrieben wurde, weil es im Polnischen eigentlich nur die männliche Namensendung -ski gibt.
( weiblich -ska ). Nach dem Lubliner Dekret 1569 hielten es die Adelsfamilien für richtig, dem Familiennamen einen Beinamen anzuhängen, an dem erkennbar war, in welchem Ort ihr Grundbesitz lag.
( Bem. die Bauern, "Untertanen" die die dort arbeiteten, haben sich dann im Lauf der Zeit nach diesem ort genannt, ähnlich dem manchmal noch heute üblichen " der Hans aus Durlach" oder der xx aus der yy-Staße )
Falls der Name so abgeleitet wurde, sollte man nach dem ( Entstehung-)Ort suchen.
Im WM-Qualifikationsspiel der deutschen Fußball-Nationalelf am 10.10.2009 in Moskau gegen Russland,
das die Deutschen mit 1:0 gewannen, spielte in der Nationalmannschaft u.a. Lukas Podolski, der
dann in der 85. Minute von Piotr Trochowski abgelöst wurde.1 Tim Borowski ist nicht aufgestellt worden.
Podolski, Trochowski, Borowski spielen in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, sind hiermit
deutsche Staatsangehörige – mit polnischem Migrationshintergrund.2
In der polnischen Nationalmannschaft, die für die Fußball-WM 2008 nominiert wurde, waren unter den
23 Spielern 10 Spieler mit einem Familiennamen mit der Endung „-ski“: Pawel Golanski, Maciej Zurawski,
Marek Saganowski, Marcin Wasilewski, Jakub Blaszczykowski, Wojciech Lobodzinski, Mariusz
Lewandowski, Rafal Murawski, Tomasz Zahorski, Lukasz Fabianski.3
Bei den Familiennamen mit dem Suffix „-ski“ handelt es sich um Namen aus dem polnischen Sprachraum.
4 Nach Jan Stanislaw Bystron sind dies „polnische Namen“ par excellence.5
Nach Walter Wenzel ist das Suffix „-ski“ „für polnische Namen charakteristisch, erscheint heute oft in
Verbindung mit anderen Suffixen (meist aus Ortsnamen) als -owski ,-ewski, -inski, -enski, -anski“.6
Die Namen mit dem Suffix „-ski“ stellen einen wesentlichen Bestandteil der polnischen Namen dar.
Nach Jaroslaw Maciej Zawadzki beträgt deren Anteil 35,6%.7 Nach dem Wörterbuch der Familiennamen
der Stadt Bydgoszcz von Czaplicka-Niedbalska stellt das Suffix „-ski“ und seine Ableitungen
-(ow)ski, -(on)ski, -(ar)ski, -(ew)ski, -(en)ski, -(in)ski, -icki 30,67% der Gesamtheit aller Namen.8
Im Ruhrgebiet haben die Familiennamen mit dem Suffix „-ski“ und „-cki“ unter den polnischen Namen
einen Anteil von 33%.9
Dieser Typ des Suffix ist das höchst charakteristischste Unterscheidungsmerkmal polnischer Namen
unter den ausländischen Namen. Das ähnliche Suffix -s’kyj kann man unter einem erheblichen Teil
ukrainischer Namen antreffen und das Suffix -s’kij unter einem Teil russischer Namen. Die Ähnlichkeit
hat zwei Ursachen: gemeinsame, slawische Sprachwurzeln sowie ein starker Einfluss der polnischen
Kultur - mit Beginn des 14. Jahrhunderts - auf dem Gebiet der südöstlichen und östlichen Grenzlande
(„kresy“).
Die Forscher von Eigennamen (Onomasten) stellten fest, dass in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts
der Anfang der Bildung von Eigennamen erfolgte, darunter derer mit dem Suffix „-ski“. Seitdem ist
deren Zahl systematisch gewachsen und erhielt in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts eine Überhand
und im 16. Jahrhunderts die Dominanz.
Die Tatsache, dass hier das 13. Jahrhundert genannt wurde, bedeutet nicht, dass man damals schon
begann, Nachnamen zu benutzen.
Es war nämlich die Zeit, in der sich die Notwendigkeit kristallisierte,
Menschen nicht nur durch deren Vornamen, sondern noch durch ein dahinter stehendes zweites Namenselement
zu identifizieren, das im Laufe der Zeit zum Familiennamen im heutigen Sinne wurde.10
Familiennamen mit „-ski“ sind ihrer Herkunft nach Adjektive von Ortsnamen.
Erster Schritt bei der Bildung
des Familiennamens nach dem Wohnstättennamen waren präpositionale Bezeichnungen vom
Typ „Janko z Czarnkowa“ (Janko aus Czarnkowo), Jan z Brzezia (Jan aus Brzezie), die dann die Gestalt
von Adjektiven annahmen: Czarnkowski, Brzezinski.11 Adam aus Debsk war der Debski, Matthes
aus Bursch der Burski.
Die Namen mit der Endung -owski und -ewski entstammen mehrheitlich Ortsnamen mit den Endungen
-ow, -owa, -owo und -ew, -ewa, -ewo, z. B. Krakow – Krakowski, Grabowa – Grabowski, Klonowo –
Klonowski, Januszew – Januszewski, Magnuszewo – Magnuszewski. Des weiteren stammen die Namen
auf -owski und -ewski ab von Ortsnamen auf -owice und -ewice, z. B. Proszowice – Proszowski,
Januszewice – Januszewski.12
Das Adjektiv eines Ortsnamens, übertragen auf eine Person, konnte den Einwohner dieses Ortes bezeichnen,
der aus diesem Ort stammte, der in diesem Ort eine bestimmte Funktion ausübte oder ein
Amt bekleidete – oder den Eigentümer dieses Ortes.13 Nach Bystron wurden auf diese Weise am häufigsten
die Eigentümer der Güter, Besitzungen oder Orte genannt, seltener deren Einwohner.14
Bei Eigentümern erscheint neben dem Namen noch die Bezeichnung nobilis, magnificus, generosus –
oder szlachetny:
• nobilis Sigismundi a Grudna G r u d z i n s k i castellani Naclensis;
• magnifici Pana Jana z Potulic P o t u l i c k i e g o;
• generosus Dobieslaw P r z y b o r o w s k i z Przyborowa;
• szlachetny Wawrzyniec C z i a r n o w s k i W w Cziarnowie.15
Unter den Namen mit „-ski“ sind lediglich 2/3 Namen, die im engeren Sinne von Ortsnamen abgeleitet
sind. Den übrigen Teil bilden Namen, die hergeleitet werden von:
• Vornamen: Adamski, Filipowski, Iwanowski, Jakubski;
• Ethnonymen: Dunski, Pruski, Slowacki, Turkowski;
• topographischen Bezeichnungen: Podolski (der aus Podolien), Przyborowski (der am Walde
Wohnende).
Häufig wurde das Suffix „-ski“ bei der Namensbildung rein mechanisch benutzt, z. B. Gralewski/ Gralinski/
Czainowski/ Czainiewski. Bei manchen Namen fällt deren Analyse nicht eindeutig aus:
Jankowski kann von dem Personennamen Janek oder von dem Ortsnamen Jankowo hergeleitet sein,
Majewski von dem Personennamen Maj oder dem Ortsnamen Majewo, Olszewski von Olsza oder
Olszewo.16
Die früheren Familiennamen waren noch nicht erblich.
Wechselte ein Besitzer seinen Besitz, legte er
oft den alten Namen ab und nahm den des neuen Besitzes an. So nahmen die Nachfahren des Eigentümers
von Leegen, Stefan Kowalewski (um 1540), später die Namen ihrer Güter an – Lega (von
„Leegen“) und Witynski (von „Witynie“ in Nordmasovien).17
Im Zuge der Besiedlung Südostpreußens kamen im Laufe vieler Jahrhunderte zahlreiche Einwanderer
aus Nordmasowien, deren Namen häufig mit dem Suffix „-ski“ endeten.
Ein Bundesbürger „Kowalski“ kann deshalb polnische – aber auch masurische Wurzeln haben.18 In
letzter Konsequenz hat aber der „masurische“ Kowalski wiederum polnische bzw. masowische Wurzeln
1 „Frankfurter Rundschau“, 11./12.10.2009
2 www.twoja-gazeta.pl (deine-Zeitung).
3 „Gazeta Wyborcza“ („Wahlzeitung“), 29.05.2008.
4 Judith Schwanke: Woher kommen die Familiennamen mit –ski am Ende? In: „die aktuelle“, März 2006, S. 36.
5 Jan Stanislaw Bystron: Nazwiska polskie (Polnische Namen), Warszawa 1993, S. 144.
6 Walter Wenzel: Lausitzer Familiennamen slawischen Ursprungs, Bautzen 1999, S. 26.
7 Jaroslaw Maciej Zawadzki: 1000 najpopularniejszych nazwisk w Polsce (1000 häufigste Namen in Polen),
Warszawa 2002, S. 18.
8 Maria Czaplicka-Niedbalska: Nazwiska mieszkancow Bydgoszczy – od II pol. XV w. do I pol. XVIII w. (Namen
der Einwohner von Bydgoszcz – von der 2. Hälfte des 15. Jh. bis zur 1. Hälfte des 18. Jh.), Bydgoszcz
1996, S. 447.
9 Barbara Czopek-Kopciuch: Nazwiska polskie w Zaglebiu Ruhry (Polnische Namen im Ruhrgebiet), Krakow
2004, S. 32.
10 J. M. Zawadzki, a. a. o., S. 18.
11 Krystyna Dlugosz-Kurczabowa, in: Przedmowa (Vorwort) zu Jan Stanislaw Bystron: Nazwiska polskie (Polnische
Namen), a. a. o., S. 10.
12 Kazimierz Rymut: Nazwiska Polakow. Slownik historyczno-etymologiczny. Tom 1, A-K (Namen der Polen.
Historisch-ethymologisches Wörterbuch. Band 1), Krakow 1990, S. LV.
13 Kazimierz Rymut: Nazwiska Polakow (Namen der Polen), Wroclaw – Warszawa – Krakow 1991, S. 49-50.
14 Siehe Anm. 11, S. 10.
15 Siehe Anm. 8, S. 444-445.
Labin zob. Lebieniec
Bild oben aus: NAZWY MIEJSCOWE POLSKI pol.
Bild darunter aus:SLOWNJK ( Herkunft tschechischer Namen )
Bild aus: Lexikon der Familiennamen polnischer Herkunft im Ruhrgebiet /Rymut
PN Personennamen, FN Flurnamen
'burb(u)l-' ist ein baltischer (prußischer, litauischer) Wortstamm ,
dass wird auch dadurch bestätigt, dass die ostpreußischen Dialektausdrücke, die diesen Stamm aufweisen,
gemeinhin ihren Verbreitungsschwerpunkt im sogenannten Ostgebiet Ostpreußens und im Memelland haben.
Zu nennen wären
da:
+ Burbel = (1) 'Luftblase unter dem Eis' (Memelland, Ostgebiet);
auch (2) 'mürrischer, zänkischer Mensch' (Kreise Angerburg und Angerapp)
+ Burbeler = 'geschwätziger Mensch' (Angerburg)
+ burbeln = (1) 'brodeln, gurgeln, Blasen werfen (von Flüssigkeiten oder Geräuschen in den Eingeweiden)'
(2) viel reden, schwatzen, murren' (Ostgebiet, sonst in Ostpreußen verstreut)
+ Burbelwasser = (1) 'Mineralwasser, Limonade' (Memelland); (2) 'Schnaps' (Natangen und Königsberg-Stadt)
+ Burblies = 'mürrischer, zänkischer Mensch' (Kreise Elchniederung und Tilsit-Ragnit)
Angaben nach Riemann et al., "Preußisches Wörterbuch", Bd. I, A-Fe,
Neumünster: Wachholtz, 2005
von Rolf-Peter, ow-preussen-l@genealogy.net
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